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Drittmittelgeförderte Forschungsprojekte

The Many Faces of Late Socialism. The Individual in the 'Eastern Bloc', 1953-1988

Finanzierung: UoC Advanced Postdoc Grant (09/2015-03/2017)

Projektleitung: Prof. Dr. Maike Lehmann
Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Sebastian Lambertz
Studentische Hilfskraft: Andrea Thubauville

Kontakt: uoc-manyfaces(at)uni-koeln.de

How did individuals, who grew up under state socialism, experience and, in turn, influence what we now call Late Socialism? Traditionally, individuals figured prominently in narratives about state socialism’s repressive character. While persecuted dissidents represented the ideal of the unfaltering, independent mind (Žižek 1999) at the time, people like Jan Palach burning himself in protest against Soviet intervention 1969 or the almost 10 million individuals joining Solidarność in 1981 are also firmly integrated into today’s narrative of Central Eastern Europe’s inevitable return to the fold of the free world... [mehr]

Osteuropäische Geschichte als transnationale
europäische Geschichte

Finanzierung: Heisenberg-Stipendium (10/2016-09/2019)

Projektleitung: PD Dr. Anke Hilbrenner

Als in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts das erste Seminar für Osteuropäische Geschichte an der Berliner Universität gegründet werden sollte, rief das neue Fach allerlei Widerstände hervor. Historiker aus der einflussreichen Historismus-Schule um Friedrich Meinecke, negierten die „Geschichtswürdigkeit“ Osteuropas, gerade weil sich dort eine Staatlichkeit erst spät entwickelt habe. Staatlichkeit aber galt als Prüfstein für Geschichtlichkeit an sich. Lange Zeit behaupteten sich die Paradigmen Nation und Staat als Fluchtpunkte historischen Denkens. Erst ab den 1990er Jahren richtete sich das historische Interesse stärker auf Geschichte(n), die sich jenseits nationalstaatlicher Strukturen erfassen lassen....[mehr]

Alltag im Krieg jenseits von Kollaboration und Widerstand. Sport und Gewalt in den von Deutschland besetzen Gebieten während des Zweiten Weltkriegs in Ost- und Westeuropa

Finanzierung: DFG Sachmittelbeihilfe

Projektleitung: PD Dr. Anke Hilbrenner

Projektmitarbeiter/innen: N.N.

Sport war während des Zweiten Weltkriegs in den von Deutschland besetzten Gebieten ein Mittel zur Durchsetzung einer gewaltsamen Herrschaftspraxis. Er stabilisierte eine fragile soziale Ordnung in Ost- und Westeuropa, die auf militärischer Überlegenheit und einem menschenverachtenden rassistischen Welt- und Menschenbild beruhte. Diese transnational umgesetzten Wertvorstellungen wurden ebenfalls mittels des Sports ideologisch konstruiert und immer wieder neu ausgehandelt. Unter den Bedingungen von materieller Zerstörung, fundamentalem Mangel an Ressourcen, der Etablierung einer rassistisch hierarchisierten Gesellschaft und der Repression bis hin zum Massenmord ermöglichte der Sport für Besatzer und Besetzte eine zum Teil sehnsüchtig erhoffte Normalität....[mehr]