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Institut

Am 1956 begründeten Kölner Seminar für Osteuropäische Geschichte werden seit jeher mit dem Mittelalter, der Frühen Neuzeit sowie dem 19. Und 20 Jahrhundert alle drei Schlüsselepochen der Osteuropäischen Geschichte gleichermaßen behandelt – eine Seltenheit selbst in der Bundesrepublik, in der die Disziplin vor allem in der Zeit des Kalten Krieges vergleichsweise breit aufgestellt war.

Auch geographisch umschloss der Kölner Horizont Osteuropa im weiteren Sinne: nicht nur die ‚Großmacht‘ Russland war hier von Interesse, sondern immer auch die verschiedenen Völker, Staaten und Imperien, die die Regionen in Ostmittel- und Südosteuropa, im Kaukasus, in Sibirien und Zentralasien prägten. Einen besonderen Fokus bilden hier traditionell die Ukraine, jüdische sowie ungarische bzw. habsburgische Geschichte; in jüngerer Zeit rücken auch zunehmend Raum-, Migrations- und Gewalterfahrung, Gedenkpolitik, imperiale Epistemologien sowie die Verbindungen bzw. das Wechselspiel von ‚Ost‘- und ‚Westeuropa‘ in den Fokus von Forschung und Lehre.